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Verein Guatemala-Zentralamerika

 
 
       
 
   
 
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News

 

Reisebericht Juni 2011

Esther Gut und Sepp Drescher sind von ihrer Guatemalareise im Juni 2011 zurückgekehrt. Sepp Drescher berichtet:

  • Ein weiteres Schulhaus eingeweiht
  • Grundsteinlegung für Handwerkerzentrum
  • Eindrücke von der jährlichen Kontrollreise zweier Vorstandsmitglieder

Lesen Sie die spannende, bebilderte Reportage (pdf)!

Hier die Schlussbemerkungen und Eindrücke

Unsere Reise war äusserst interessant und anstrengend und war sicher keine Ferienreise, obwohl wir wie alle andern Vorstandsmitglieder vor uns die Reise selbst berappt haben. Denn es geht uns darum, dass jeder geschenkte Franken direkt dem Zweck unseres Vereins zu Gute kommt. Der Verein hat inzwischen ein Spende-Volumen erreicht, das einen jährlicher Kontrollgang nötig macht. Dazu haben wir auch einen lokalen Revisor angeheuert, der die Abrechnungen vor Ort kontrolliert. So können wir auch den Bedürfnissen der ZEWO entsprechen.

Weiter waren wir beeindruckt von der Motivation unserer Vertreter und Partnerorganisationen. Es muss schon ein grosses Mass an Überzeugung vorhanden sein, den Minderbemittelten seinen Anteil an Recht und Reichtum weiterzugeben, sich für diese Aufgabe zu opfern und dies während Jahren. Hier möchte ich ein Kränzchen für unsere Leute von PEILE und Vamos Adelante stricken.

Eines können wir zwar nicht ändern, und dies ärgert mich um so mehr. Guatemala erstickt in Drogenkrieg und Korruption. Inflation und Arbeitslosigkeit sind sehr gross. Die Armut ist allgegenwärtig. Der Alkohol spielt eine grosse Rolle. Die Kriminalität wächst monatlich auf derzeit 22 Tote pro Tag. Minimum-Saläre pro Tag liegen bei $ 8.70, vielfacht werden aber nur $ 3.30 bezahlt.

22 Familien beherrschen das ganze Land mit einer Bevölkerung von rund 14. Mio. Ich frage mich ernsthaft, warum kann die «obere Schicht» nicht einen kleinen Teil ihres Einkommens/Vermögens an die Minderbemittelten abgeben? Langfristig müsste es ja in ihrem Interesse liegen, ein besseres soziales Klima zu schaffen um selbst überleben zu können. Sicher kommt irgendwann die Stunde der Wahrheit, aber inzwischen hungern zum Teil die Leute, und es ist an uns, ihnen auf allen möglichen Wegen Hilfe zu verschaffen.

 

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Bericht über unsere Vereinsversammlung April 2011

In der Zürichsee-Zeitung vom 29. April 2011 wurde über unsere Generalversammlung und unsere neuen Projekte berichtet. Sie können den Text als PDF-Dokument öffnen.

 

Unsere Projekte 2010/2011, ein Zwischenbericht (November 2010)

Die kürzliche Reise nach Guatemala – Martin Frey, Theo Geser und ich – war ein Erfolg:

  • Einweihung des Ausbildungszentrums für handwerkliche Berufe: Es hinterlässt einen sehr guten Eindruck und wird bis Ende Jahr als Pilot, ab 2011 als ordentliche Schule für 45 SchülerInnen geführt. Das Projekt wird von Behörden und der halbstaatlichen Entwicklungsorganisation INTECAP getragen, und die Lehrabschlüsse gelten in ganz Zentralamerika.
  • Besuch der im April in Betrieb genommene Schule San Marcos: 7 solide und zweckmässige Schulzimmer für je 25 bis 30 Kinder und vom Staat entlöhnte Lehrpersonen. Daneben 11 neue, vom Staat finanzierte Schulzimmer, eine hervorragend gestaltete und organisierte Anlage für insgesamt rund 500 Kinder. Es ist nicht das erste Mal, dass aufgrund unserer Initiative auch der Staat für seine Jugend investiert.
  • Nothilfe: wir besuchten die Bauern, denen wir mit unserer ausserordentlichen Hilfe den Kauf von Saatgut ermöglichten, nachdem zwei Ernten, vor allem Mais, durch die schweren Unwetter zerstört wurden. In Antigua, der Organisation von Nina Joergensen, und in Quetzaltenango, wo Alirio Ochoa unser Vertrauensmann ist, haben wir mit 15 000 Franken diese Not lindern helfen können.

Erschütternd war der Besuch in Los Encuentros, einer Siedlung im Südwesten des Landes. Die Leute leben in grösster Armut, und das bestehende Schulhaus verdient diesen Namen in keiner Weise: ein Wellblechdach auf Stützen, auf allen Seiten offen, bei Regen unbenutzbar. Der Schulunterricht ist nicht nur das Wichtigste für das Gedeihen dieser Kinder, sondern auch für deren Tagesinhalt, denn es gibt dort nichts, ausser einem Ball und natürlich Feldarbeit. Junge und engagierte Lehrerinnen bemühen sich, trotz dieser misslichen Umstände den Kindern etwas beizubringen

Wir konnten den Grundstein für den Neubau mit sieben Schulzimmern legen. Was für ein Freudenfest durften wir erleben! Bis Weihnachten soll das Schulhaus fertig gestellt sein. Die Eltern und die älteren Kinder werden Hand anlegen, und wir werden das Baumaterial finanzieren. Da inzwischen beim Bau der Schule San Marcos, einer identischen Schule, Geld eingespart werden konnte, die Preise für Rohmaterialen etwas nachgelassen haben und der Franken gegenüber dem Dollar stärker geworden ist, rechnet man mit Kosten von noch etwa 70 000 Franken.

Wir möchten Ihnen dieses Projekt sehr empfehlen und würden uns über einen Beitrag sehr freuen.

Beat Stüber, Präsident

 
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Neue Projekte Guatemala

In der Zürichsee-Zeitung vom 14. April 2010 wurde über unsere Generalversammlung und unsere neuen Projekte berichtet. Dazu die bemerkenswerte Information «Bis heute konnten deshalb seit der Gründung im Jahre 1992 Projekte im Wert von rund Fr. 3,5 Mio realisiert werden. » Sie können den Text als PDF-Dokument öffnen.

An allen Fronten erfolgreich!

In der Zürichsee-Zeitung vom 9. April 2008 ist unter diesem Titel ein Bericht über unsere Generalversammlung und unser Wirken erschienen. Sie können den Text als PDF-Dokument öffnen.

 
esperanza

In Quiaquizuyal, Departement Huehuetenango, bauen wir die dritte Landklinik. Sie wird eine Bevölkerung von 800 Personen medizinisch versorgen und neben den bereits bestehenden Schulhäusern für die Unter- und die Oberstufe eine wesentliche Ergänzung an die Infrastruktur dieses Dorfes bilden.

Zurzeit gibt es ärztliche Hilfe nur in der mehr als eine Autostunde entfernten Departements-Hauptstadt Malacatancito. Die Arbeiten für diese kleine Klinik werden von der Bevölkerung im Frondienst geleistet.

Die Kosten für Material und Löhne von Spezialisten belaufen sich auf rund Fr. 50'000. Die Gemeinde stellt das Land zur Verfügung und bezahlt die Löhne der Krankenschwestern und Ärzte. Anlässlich seines kürzlichen Besuches konnte unser Präsident an der Grundsteinlegung teilnehmen. Die Bauarbeiten dauern bis Mitte Jahr.

 
expose

Ein Projekt besonderer Grössenordnung ist das Berufsbildungszentrum in Quetzaltenango. Hier sollen jährlich je 15 Schreiner, Elektriker und Schneiderinnen eine einjährige Ausbildung erhalten, die sie befähigt, einen Beruf auszuüben und finanziell selbständig zu werden. Durch den Verkauf der selbst gefertigten Produkte soll das Zentrum nach drei Jahren slebsttragend sein.

Die Investitionskosten betragen CHF 200 000; sie konnten inzwischen durch Spenden vollständig finanziert werden.

Projektbeschrieb als PDF-Dokument.

 
Wir planen den Bau einer dritten Landklinik in Quiaquizuyal, Dep. Huehuetenango, Guatemala. Rund 6000 Einwohner dieser Gemeinde und der Nachbargemeinden sollen hier eine Grundversorgung erhalten durch Pflegefachpersonen und Ärzte, die vom Staat bezahlt werden. Ein besonderes Schwergewicht wird auf die Familienplanung und auf die Betreuung von werdenden und jungen Müttern sowie Kindern gelegt.
 
Unser Mitglied Rita Zurkirchen berichtet von ihrer Reise nach Guatemala anfangs 2008. Bericht (pdf)
 
suppenkueche
Die Organisation «Vamos Adelante» von Nina Jörgensen wird von uns seit vielen Jahren unterstützt, um der unterernährten Bevölkerung in Ceylan mit einer warmen Mahlzeit pro Tag zu helfen. In diesem Jahr spendeten wir für dieses Projekt «Suppenküche» $ 6’000. Ein Bericht (pdf) mit vielen eindrücklichen Fotos von Nina über ihre Aktivitäten.
 
   
 
GBA